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Steinhaufen anlegen

Vielleicht nicht gerade der erste Einfall, der einem in den Sinn kommt bei der Gartengestaltung. Doch mit einem Steinhaufen lassen sich viele Tierarten anlocken. Hier erfährst du, wie du einen Steinhaufen anlegst.

Gerade große Gärten oder Wiesengrundstücke eignen sich optimal, um einen Steinhaufen anzulegen. Der Steinhaufen ist ein kleines Biotop für sich und schafft Lebensräume für die unterschiedlichsten Bewohner.

Wenn du schon mal an einem Acker vorbeigelaufen bist, ist dir am Rand vielleicht eine große Ansammlung von sogenannten Lesesteinen aufgefallen.

Das sind Steine, die beim Umpflügen im Weg waren und aus der Erde geholt wurden. Die Bauern haben dadurch, womöglich ohne es zu wissen, einen neuen Lebensraum für Insekten, Kröten, Spinnen und andere Krabbeltiere geschaffen.

Welche Tiere leben in solchen Steinhaufen?

Wenn du kein Freund von Krabbeltieren bist, ist ein Steinhaufen vermutlich nichts für dich.

Neben Käfern, Spinnen und anderen Insekten, ziehen Steinhaufen aber auch größere Bewohner an. Eidechsen und Kröten, Mauswiesel, Schnecken, Igel und an den sandigen Stellen oft sogar Wildbienen, die dort ihre Nester bauen.

Für Schmetterlinge aller Art ist der Steinhaufen ein willkommener Rastplatz. Reptilien nutzen ihn, um darin zu überwintern.

Wo den Steinhaufen anlegen?

Generell ist es wichtig, dass der Steinhaufen viel Sonne abbekommt, damit die Steine sich schnell aufwärmen. So können sich wechselwarme Tiere dort die benötigte Energie holen, um später auf die Jagd zu gehen. Apropos Jagd, der Steinhaufen sollte von Gräsern oder Hecken umgeben sein, damit die Eidechsen oder Mauswiesel genügend Beutetiere finden.

Ist er einmal angelegt, sollte er in Ruhe gelassen werden und an einer möglichst ruhigen Stelle liegen, die nicht zu häufig von Menschen frequentiert wird. Nach der Anlage benötigt der Steinhaufen keinerlei Pflege mehr. Bei Überwucherung und zu grober Beschattung durch umliegende Pflanzen, solltest du ihn allerdings wieder freilegen.

Wenn du nicht willst, dass unachtsame Spaziergänger die Steine abtragen, kannst du den Steinhaufen mit einem Natur- oder Staketenzaun einfrieden.

Woher die Steine nehmen?

Wenn du eine Stelle bei dir in der Nähe kennst, an der viele Lesesteine herumliegen, kannst du vermutlich einige davon zur Anlage deines eigenen Steinhaufens nehmen. Im Zweifelsfall fragst du den Landwirt, dem der Acker gehört.

Achte aber darauf, dass du keinen bestehenden Lebensraum zerstörst. Hebst du die Steine an und eine Vielzahl von Tieren ergreift die Flucht, bist du mit Sicherheit auf ein intaktes Biotop gestoßen und solltest dieses in Ruhe lassen.

Es ist wichtig, dass du große Steine nimmst, um auch Höhlen und Gänge für größere Tiere bauen zu können. Eine weitere Bezugsquelle könnte ein Steinbruch oder ein Fachhändler für Natursteine sein.

Wie den Haufen anlegen?

Für einen Steinhaufen gibt es keine Anleitung, die Anordnung der Steine erfolgt willkürlich. Orientiere dich an der Natur und lege eine Schicht auf die andere, bis du die gewünschte Höhe erreicht hast.

Achte darauf, dass zwischen den Steinen Platz für die Tiere bleibt. Natürlich kannst du einige Bereiche mit Sand oder Kies anfüllen, um den Steinhaufen noch attraktiver zu machen.

Durch das Ausheben einer Grube gibst du dem Steinhaufen Tiefe, die ihn wiederum für mehr Tierarten interessant macht.

Mehr über Steinhaufen erfährst du in diesem Video:

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