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Einen Raum schalldicht machen

Tu deinen Nachbarn einen Gefallen und und mach dein Zimmer endlich schalldicht.

Zunächst sollten wir einmal die Begrifflichkeit klären, denn oftmals wird „schalldicht“ mit „schalltot“ verwechselt. 

  • Schalltot bedeutet, dass nahezu kein Schall reflektiert wird.
  • Schalldicht hingegen heißt, dass wenig bis gar kein Schall nach draußen dringt.

In diesem Beitrag erfährst du, wie du einen Raum schalldicht machen kannst, sodass die Geräusche aus dem Zimmer nicht nach außen dringen.

Einen nahezu schalltoten Raum zu bauen wäre für eine Privatpersonen finanziell wahrscheinlich gar nicht möglich.

Übrigens gehört der ruhigste Raum der Welt Microsoft und liegt in einem Gebäude der Firma in Washington. So viel Stille kann ganz schön beängstigend sein, wie Business Insider berichtet.

Den Raum mit Noppenschaum schalldicht machen

Die zeitsparendste und einfachste Lösung, um einen Raum schnell schalldicht zu machen, wäre wahrscheinlich die großflächige Bestückung mit Noppenschaum-Paneelen. Diese können an der Wand und der Decke befestigt werden.

Einziger Nachteil: Sie sehen hässlich aus. Je nach Verwendungsart des Zimmers sollte die Schallisolierung nahezu unsichtbar sein. Im Folgenden findest du elegantere Lösungen.

Raum durch doppelte Wand schallisolieren

Diese Methode erfordert etwas handwerkliches Geschick, ist dafür aber sehr effizient. Im Endeffekt fügst du eine zweite Wand hinzu. Hierfür eignen sich Rigipsplatten, die auf ein Holzgestell geschraubt werden.

Für eine noch bessere Schalldämpfung kannst du den Hohlraum dazwischen mit schalldämpfenden Materialien ausfüllen und die Wand entkoppeln. Eine ausführliche Anleitung dazu findest du auf Selbst.

Desto dicker und massiver die Wand, desto besser die Schallisolierung. Statt Rigipsplatten könntest du natürlich auch dicke Holzpaneele verwenden. 

Den Boden schallisolieren

Für den Boden ist die einfachste und günstigste Lösung ein großer Teppich bzw. Teppichboden. Allerdings wird dieser immer noch eine Menge Schall durchlassen. Ein zweiter, entkoppelter Boden (siehe oben) dämpft den Schall besser.

Eine weitere Möglichkeit wären schallschluckende Bodenpaneele oder Matten. Diese bekommst du oftmals bei großen Musikversandhäusern.

Decke schalldicht machen

Für die Decke gibt es spezielle Deckensegel und Paneele im Handel, die eine schnelle Lösung versprechen.

Bei sehr hohen Decken helfen Hängepaneele, um das Zimmer schalldicht zu machen.

Nichtsdestotrotz würde auch hier eine zweite Schicht unterhalb der richtigen Decke den Raum am effektivsten schallisolieren. 

Die Türen und Fenster abdichten

Willst du das Zimmer rundum schalldicht machen, solltest du die Türspalte nicht vergessen. Hier dringt nicht nur Licht durch, sondern auch Schall. Um dieses Problem einzudämmen, gibt es verschiedene Dichtstreifen aus Gummi oder Schaumstoff zum Abdichten. Dasselbe gilt für die Fenster.

Bücherregale

Besitzt du ausreichend Bücher, um damit ein komplettes Wandregal zu bestücken, lässt sich auf diese Weise eine Menge Schall absorbieren. Bevor du nun aber Unsummen an Geld für alte Bücher ausgibst, würde ich lieber eine der oben genannten Methoden in Erwägung ziehen. 

Wandteppiche, Decken und Vorhänge

Als kurzfristige Übergangslösung können Wandteppiche, Decken und dicke Vorhänge helfen, ein Zimmer schalldicht zu machen. Hänge die Türen, Wände und Fenster ab, um den Raum möglichst gut zu isolieren. 

Weitere Tipps, um einen Raum schalldicht zu machen:

  • Wackelige Gegenstände wie Lautsprecher oder Verstärker sollten auf speziellen Schockabsorbern platziert oder zumindest erhöht gestellt werden.
  • Verwende schalldichten Kleber und Abdichtmasse bei deinen Konstruktionen, um noch mehr Schall zu absorbieren.
  • Oftmals liest man, dass Eierkartons Schall absorbieren sollen. Dies ist zwar nicht ganz falsch, für den mäßigen Effekt den sie haben, sehen sie jedoch ziemlich unschön aus. Hinzu kommt die Entzündungsgefahr, die sie bergen. Daher lieber die Finger davon lassen.

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