Katzenzimmer einrichten

Du hast ein Zimmer übrig und weißt nicht, was du damit machen sollst? Unser Tipp: ein Katzenzimmer einrichten.

Katzen wollen uns Menschen nicht immer um sich herum haben, es sei denn, es gibt Essen oder Streicheleinheiten. Für die Zeit dazwischen wäre ein eigenes, katzengerechtes Zimmer ein toller Rückzugsort. Unsere flauschigen Mitbewohner verstecken sich gerne, also achte bei der Auswahl des Zimmers auf einige Dinge:

  • Das Zimmer sollte am besten durch eine Tür verschließbar sein, um den Katzen ausreichend Privatsphäre zu gönnen. Eine Katzenklappe spart dir den Aufwand, deiner Katze beizubringen, wie man eine Tür öffnet.
  • Das Zimmer sollte nicht ständig von Menschen in Anspruch genommen werden, sonst ist die Idee für die Katz (im übertragenen Sinn ;)).
  • Ein Fenster ist eigentlich ein Muss, das Beobachten und Ausschau halten wirkt stimulierend auf die Katze. Außerdem kannst du so das Zimmer öfters durchlüften, um den Tiergeruch zu entfernen.
  • Lasse keine Gegenstände im Katzenzimmer stehen, die gefährlich für die Katze sind oder die von ihr zerstört werden könnten. Alles sollte so katzengerecht wie möglich sein.

1. Katzenverstecke schaffen

Wenn ein Fremder den Raum betritt, neigen Katzen erstmal dazu, in Sicherheit zu gehen und von dort aus das Geschehen zu beobachten. Also sorge dafür, dass ausreichend Versteckmöglichkeiten vorhanden sind:

  • Katzenmöbel
  • Kratzbäume
  • Kartons und Kisten
  • Katzenhöhlen
  • Katzenwürfel und Rohre

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2. Beobachtungsposten anbringen

Noch wichtiger als Verstecke, sind ausreichend Ausgucke für die Katze. Das kann der Fenstersims, ein hoher Kratzbaum, Wandhalterungen oder ähnliches sein. Plane bereits vor dem Einrichten, wo und wie diese angebracht werden können.

Denke auch daran, der Katze die Möglichkeit zu geben, dorthin zu gelangen. Gerade wenn deine Katze eher träge ist, solltest du ihr eine stufenähnliche Struktur bauen.

Schaffe eine Art Rundweg, auf dem die Katze sich einmal an der Wand entlang durch das Zimmer bewegen kann, ohne den Boden zu berühren.

Die Hindernisse sollten unterschiedlich hoch sein.

Kleiner Tipp: Baue ans Fenster einen kleinen Vorbau, den du mit einem Käfig umschließt. Nach innen hin verschließt du ihn mit einem Holzbrett, in das du eine Katzenklappe einlässt. So kann die Katze noch besser beobachten, was draußen vor sich geht.

3. Genügend Kratzmöglichkeiten bereitstellen

Gib deiner Katze ausreichend Möglichkeiten, ihre Krallen und Zähne zu schärfen. In jedem Fall solltest du verhindern, dass sie sich die Wände oder Türen vornimmt.

„Eine katzengerechte Wohnung ist das A & O, vor allem bei reinen Wohnungskatzen. Wer zusätzlich Platz für ein Katzenzimmer hat, sollte auf die Qualität der Kratzmöbel achten.“ – Barbara von mein-katzenblog.de

4. Für Stimulation sorgen

Aus dem Fenster schauen ist schön und gut, aber das ist kein Zeitvertreib für den ganzen Tag. Wenn du schon ein komplettes Katzenzimmer einrichtest, dann sorge dafür, dass es so katzengerecht wie möglich ist. Und zwar mit ausreichend Spielzeug, damit keine Langeweile aufkommt.

Hier kannst du nochmal zu Punkt 1 und 2 zurück und die verschiedenen Einrichtungsgegenstände so anordnen, dass es eine kleine Herausforderung ist, sie zu erklimmen. Es sollte sowohl Katzenspielzeug vorhanden sein, welches ohne Menschen Spaß macht, als auch solches, mit dem du mit deinem Stubentiger spielen kannst.

Wenn du jetzt glaubst, dass das alles unheimlich viel Geld kostet, findest du hier einige Tipps, wie sich Katzenspielzeug selbst herstellen lässt.

5. Den richtigen Bodenbelag wählen

Die Optik spielt beim Einrichten keine großartige Rolle. Der Boden im Katzenzimmer sollte funktionsfähig und leicht zu reinigen sein.

Außerdem sollte er kratzresistent sein. Fliesenboden, Vinyl- und Linoleumbelag sind wohl die besten Optionen. Wandelst du einen Kellerraum mit kaltem Betonboden in ein Katzenzimmer um, lege einige günstige Läufer aus, die sich in der Maschine waschen lasen.

6. Katzenmöbel aussuchen

Wenn die Grundstruktur steht, ergänze einige Katzenmöbel wie Körbe, Betten, das Katzenklo, eine Futterstation und weitere Accessoires, um die Einrichtung abzurunden.

7. Einen Platz für dich einrichten

Da du deine Katze zwischendrin auch mal besuchen möchtest in ihrem neuen Katzenzimmer, schaffe einen Platz auf dem du mit ihr kuscheln kannst. Ein pflegeleichtes, katzengerechtes Sofa oder ein alter Sessel, der einige Kratzer abbekommen darf, sind optimal.

Weitere Anregungen und Ideen für das Katzenzimmer:

  • Baue die Struktur so, dass du alle paar Wochen oder Monate etwas verändern kannst. Stelle die Möbel um, tausche das Spielzeug aus oder ändere die Anordnung der Kletterstege. So wird der Katze nicht langweilig und das Katzenzimmer bleibt interessant.
  • Stelle nichts in den Raum, was nicht kaputtgehen darf. Auch Bilder an der Wand sind unnötiger Luxus, den du eigentlich nicht brauchst. Wenn du Wanddeko möchtest, mache Sie interaktiv, sodass die Katzen etwas davon haben: Katzenangeln, ein Ball an einem Seil, eine Futterstation, aus der die Katze das Futter herausholen muss.
  • Wenn du mehrere Katzen hast, stelle sicher, dass keine schweren Gegenstände lose auf erhöhten Flächen stehen. Sonst wirft womöglich eine Katze den Gegenstand auf die andere, die unten sitzt.

Fazit:

Beim Einrichten des Katzenzimmers solltest du in erster Linie an die Katzen denken, erst dann kommst du. Für dich ist eher die Reinigung und Pflege des Raumes wichtig. Insbesondere in Mietwohnungen sollte der Katzenraum nach langer Nutzung wieder in ein „normales“ Zimmer umgewandelt werden können.

Wie hast du dein Katzenzimmer eingerichtet?

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