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Haus entrümpeln

Mit dieser Anleitung bringst du Ordnung ins Chaos und behältst den Überblick bei der Entrümpelung!

Ein ganzes Haus zu entrümpeln ist eine echte Herkulesaufgabe.

Grundsätzlich hast du zwei Möglichkeiten:

  • Eine Entrümpelungsfirma organisieren
  • Das Haus selbst entrümpeln

Wenn du ich für die zweite Option entschieden hast, kann ich dir auch nicht helfen.

Kleiner Spaß 😉

In diesem Fall solltest du natürlich weiterlesen. 

Bevor du überhaupt mit dem Entrümpeln beginnst, würde ich einen Container besorgen, in den du den ganzen Müll hineinwerfen kannst. Falls du Bedenken wegen der Kosten hast, solltest du an die unzähligen Fahrten zum Wertstoffhof (Benzin, Entsorgungskosten, Anhängermiete) denken, die ohne Container auf dich zukommen. 

Außerdem solltest du ausreichend große Abfallsäcke besorgen. Handschuhe, Mundschutz gegen Staub und eventuell Ganzkörperanzüge könnten ebenfalls von Nutzen sein. Ach ja, besorge dir leichtlösliche Klebetiketten in 3 verschiedenen Farben. Dazu später mehr.

Ein Haus lässt sich nicht im Alleingang entrümpeln. Du wirst Helfer brauchen. Organisiere ein oder mehrere Termine, an denen möglichst viele deiner Freunde Zeit haben. Vergiss nicht ausreichend Verpflegung einzukaufen.

Da beim Entrümpeln immer irgendwo Extrastellfläche gebraucht wird, kann es nie schaden, zum Beispiel die Garage zeitweise als Abstellkammer zu nutzen. Im Sommer kann das auch der Garten sein.

Erster Rundgang

Beim ersten Kontrollgang gilt es, die Gegenstände zu kategorisieren. Grundsätzlich machen folgende 3 Kategorien Sinn:

  • Behalten
  • Verschenken
  • Entsorgen

Jetzt kommen die bunten Etiketten wieder ins Spiel. Ordne den Kategorien jeweils eine Farbe zu und beklebe die großen Gegenstände im Haus vor dem Entrümpeln entsprechend. So ist es für dich und die Helfer später leichter, das Haus auszuräumen. Bevor du etwas wegschmeißt, was eigentlich noch in gutem Zustand ist, überlege, es zu spenden. Unten findest du einige hilfreiche Links.

Nützliche Links für Sachspenden

Darüber hinaus kannst du bei örtlichen Flüchtlingsunterkünften, Jugendhäusern oder anderen karitativen Einrichtungen nachfragen, ob Sachspenden gebraucht werden. Oftmals stellen diesen sogar einen LKW, der die Sachen abholt.

Das Haus grob entrümpeln

Nachdem nun feststeht, was aus dem Weg muss, sollten auf Worte Taten folgen. Schmeiß die Gegenstände in den Container. Mache dir nicht die Mühe, eine Kommode als Ganzes zum Container zu tragen. In kleinen Teilen geht es besser. Ist das erledigt, fühlt sich das Haus schon mal viel leichter an.

Hausflohmarkt veranstalten

Da du nun etwas mehr Platz hast und die Gegenstände im Haus schon grob sortiert sind, kannst du ein, zwei Zimmer herrichten, um darin einen Hausflohmarkt zu veranstalten.

Für dich eine zeiteffiziente Möglichkeit, einiges an Trödel loszuwerden. Bevor du Fremde ins Haus lässt, kannst du natürlich Freunden und Bekannten anbieten, vorbeizukommen und Sachen mitzunehmen.

Den Hausflohmarkt bewirbst du am besten mit einer Anzeige in der örtlichen Lokalzeitung oder auf lokalen Gruppen in Facebook. Überlege dir bereits im Vorhinein die Preise. Bei wertvoll scheinenden Gegenständen solltest du vorher im Internet recherchieren, wie hoch der tatsächliche Wert ist. 

Online verkaufen

Alles, was nicht wegging und noch einen Wiederverkaufswert hat, kann online verkauft werden.

Folgende Seiten und Apps könnten dabei nützlich sein:

  • Rebuy
  • Momox
  • eBay (Kleinanzeigen)
  • Quoka
  • Kalaydo
  • Kleiderkreisel
  • Shpock
  • Vinool
  • Verkaufsgruppen auf Facebook

Sondermüll entsorgen

Ein Haus zu entrümpeln bedeutet meist auf besondere Arten von Müll zu stoßen. Abgelaufene Tabletten, Altöl oder Leuchtmittel. Diese sollten gesammelt und anschließend fachgerecht entsorgt werden. Meistens finden sich auf der Homepage der Gemeinde Infos zur Entsorgung von Sondermüll. Alte Medikamente können übrigens in manchen Städten bei den Apotheken abgegeben werden.

Dokumente prüfen

Beim Entrümpeln eines geerbten Haus sollten Dokumente und andere Unterlagen nicht voreilig weggeschmissen werden. Gerade wenn Schulden vererbt worden sind, können genau diese Dokumente helfen, die genaue Summe festzumachen. Also besser in Sicherheit bringen und wenn Zeit ist, gründlich sichten. 

Entrümpeln, dann putzen

Soll die Immobilie veräußert werden, sollte sie natürlich nach dem Entrümpeln so gut es geht auf Vordermann gebracht werden. 

Weitere Tipps zur Hausentrümpelung:

  • Gerade ältere Menschen neigen dazu, Geld an den ungewöhnlichsten Orten im Haus zu verstecken. Beim Entrümpeln solltest du daher Matratzen, Sofas und Schränke gründlich durchsuchen.
  • Das Gerümpel sollte nicht von einem Ort an den anderen gebracht werden. Wenn du keinen Platz für das Zeug hat, gib es weg.
  • Was „irgendwann mal wertvoll sein könnte“ ist es wahrscheinlich nicht, sowieso nicht, wenn es irgendwo auf dem Dachboden einstaubt. 
  • Es ist viel einfacher, das Haus zimmerweise zu entrümpeln, als überall gleichzeitig sein zu wollen. 
  • Lege den Termin für die Entrümpelung am besten in die milden Jahreszeiten. Kälte und Hitze können echte Motivationskiller sein. 

Fazit:

Ein Haus zu entrümpeln ist kein Zuckerschlecken. Daher ist die Planung genauso wichtig wie ausreichend helfende Hände. Wenn du beim Planen merkst, dass die Aufgabe zu groß ist, um sie privat zu meistern, denke über eine Entrümpelungsfirma nach. 

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