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Die Hecke als Sicht- und Sonnenschutz

So eine Hecke ist was Schönes!

Eine Gartenhecke gehört für viele zu einem Einfamilien-, Doppel- oder Reihenhaus dazu. Sie umringt das Grundstück und dient unter anderem zur Begrenzung. Wer neu in ein Haus einzieht, legt den Fokus oft zuerst auf die Inneneinrichtung. Doch spätestens, wenn sich der erste Sommer ankündigt und man sich auf der Terrasse entspannen möchte, sind die Blicke der Nachbarn störend. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, schon früh Informationen über verschiedene Heckenarten einzuholen und das Einpflanzen der Sträucher nicht zu lange aufzuschieben.

Eine Gartenhecke als Einbruchsschutz

Eine Gartenhecke nur als Sichtschutz zu bezeichnen, wird ihr nicht gerecht. Natürlich trägt es zum Wohlbefinden bei, wenn der Garten von der Straße und den Seitengrenzen abgeschirmt ist.

Je nach Pflanzenart kann eine Hecke außerdem als Einbruchsschutz dienen. Sogenannte Schutzhecken machen es ungebetenen Gästen unangenehm, sich unbefugten Zutritt in den Garten und später auch in das Haus zu verschaffen. Die Sicherheit in den eigenen vier Wänden ist allen Menschen ein wichtiges Anliegen. Wurde man einmal Opfer eines Verbrechens, fühlt man sich im Eigenheim nicht mehr geborgen, was weitreichende Auswirkungen auf die Lebensqualität hat. Schlafstörungen, Kontrollzwänge und Depressionen können sich entwickeln. Und dabei ist das Risiko eines Einbruchs gar nicht einmal so gering: In Deutschland wird alle zwei Minuten eingebrochen.

Somit gilt es Maßnahmen zu treffen, die Einbrechern den Einstieg in den Garten erschweren. Ganz verhindern kann eine Schutzhecke das Einsteigen von Fremden nicht, allerdings machen Sträucher mit Dornen das Überwinden zur Herausforderung. Natürlich ist auch die Wuchshöhe ein entscheidendes Kriterium: Die Hecke sollte so hoch sein, dass man nicht einfach darüber springen kann. Eineinhalb Meter gilt als Minimum. Schutzhecken halten nicht nur zweibeinige Eindringlinge ab, sie sind auch für Vierbeiner eine undurchdringliche Barriere.

Beliebte Pflanzen für eine Schutzhecke sind Weißdorn und Schlehdorn: Beide entwickeln Dornen, die als Einbruchschutz dienen. Sie wurden in ländlichen Regionen schon seit längerem zu diesem Zweck verwendet. Allerdings ist zu bedenken, dass Schlehen extrem in die Breite wachen und daher für kleinere Grünoasen weniger gut geeignet sind. Da die beiden Sträucher im Frühjahr weiß blühen und später auffallende Früchte tragen, sind sie auch optisch ein wahrer Hingucker. Zu bedenken ist, dass Weiß- und Schlehdorn ihre Blätter im Herbst abwerfen und dass während der kalten Jahreszeit der Sichtschutz daher ungenügend gewährleistet ist. Da die Dornen jedoch bestehen bleiben, haben Einbrecher auch im Winter keine Chance.

Eine Hecke erfüllt viele Funktionen

Der Einbruchsschutz ist jedoch nicht der einzige Grund, warum es sich lohnt, das Grundstück mit einer Hecke zu umgeben. Sie bietet nämlich – je nach Pflanzenart – ganzjährigen Sichtschutz. In vielen Fällen entscheiden sich Hausbesitzer für eine Kombination aus einem traditionellen Zaun aus Holz oder Metall mit einer Hecke. Haben die Sträucher erst einmal ihre endgültige Wuchshöhe erreicht, sind sie außerdem ein natürlicher Schattenspender, wenn die Sonne nicht gerade zu Mittag am höchsten Punkt steht. Nicht außer Acht zu lassen ist auch der Lärmschutz: Hecken mit dichtem Wuchs schlucken Geräusche, die vom Nachbarn oder der Straße auf das eigene Grundstück dringen.

Doch auch aus ökologischer Sicht leisten Gartenbesitzer mit der Pflanzung einer Hecke einen wertvollen Beitrag. Sie gilt als natürlicher Lebensraum vieler Tiere wie Vögel oder Insekten. Gerade in der heutigen Zeit, wo das Thema Klimaschutz ein wichtiges Anliegen ist, macht jeder Baum und jeder Strauch einen Unterschied. Hecken wandeln CO2 in Sauerstoff um und können sogar Schadstoffe aus der Luft filtern. Nicht zuletzt überzeugen Hecken mit ihrer Optik: Teilweise verwandeln sie sich im Frühjahr in ein wahres Blütenmeer.

Beliebte Heckenpflanzen im Überblick

Wer sich heute im Bau- oder Gartenmarkt nach passenden Heckenpflanzen umsieht, hat eine große Auswahl. Je nach Geschmack und Budget kann man zwischen heimischen und exotischen Sträuchern wählen. Hier einige der bewährten Heckenpflanzen:

  • Der Kirschlorbeer zählt völlig zurecht zu den beliebtesten Heckenpflanzen. Je nach Sorte wird sie bis zu 6 Meter hoch (Angustifolia) Der Kirschlorbeer hat wenig Ansprüche an seinen Standort und gedeiht an sonnigen und schattigen Plätzen gut. Darüber hinaus ist der Kirschlorbeer wenig anfällig für Schädlinge
  • Die Thuja wird auch als Lebensbaum bezeichnet. Wer sich für diese Pflanze entscheidet, sollte wissen, dass die kleinen Nadeln giftig sind. Kleinkinder und Haustiere sollten daher besser nicht in die Nähe gelangen. Als perfekter Sichtschutz bildet die Thuja dichte Nadeln aus. Sie fallen auch im Winter nicht ab. Der Lebensbaum ist frostbeständig und wächst rund 10 bis 15 Zentimeter pro Jahr.
  • Auch bei der Eibe sind sämtliche Pflanzenbestandteile giftig. Sie bildet immergrüne Nadeln aus und kann bis zu 15 Meter hoch werden. Außerdem sind Eiben besonders pflegeleicht: Es reicht aus, sie einmal pro Jahr zurechtzustutzen.
  • Warum sich manche Hausbesitzer am liebsten für Liguster entscheiden, liegt an der relativ raschen Wuchsgeschwindigkeit. Bis zu 40 Zentimeter pro Jahr können es bei optimalen Bedingungen sein. Praktisch ist außerdem, dass Liguster nicht tief wurzelt und sich in nahezu jedem Boden wohlfühlt.

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