Artikel

Das richtige Licht für jeden Raum

Erfahre alles über die verschiedenen Beleuchtungsarten und wie du sie am besten einsetzt!

Der Klassiker bei der Beleuchtung war lange Zeit die 60-Watt-Glühbirne. Ihr gelbliches Licht ist für viele Räume zu dunkel, für andere zu grell. Besonders nachteilig ist, dass diese Leuchtmittel eine gleichmäßige Raumausleuchtung nicht bieten können.

Mix aus Grund-, Zonen- und Akzentbeleuchtung

Eine ideale Grundbeleuchtung taucht einen Raum in gleichmäßig helles Licht. Das schont die Augen und beugt dem vorzeitigen Ermüden vor. Natürlich darf das Licht nicht blenden und auf keinen Fall flimmern. Die fehlende flächige Ausleuchtung von Räumen ist einer der Hauptgründe, wieso viele Menschen über Beschwerden klagen, wenn sie sich längere Zeit im Kunstlicht aufhalten. Hinzu kommt, dass viele Lichtquellen punktuell zu helles Licht liefern und daher blenden. Ein LED Band ist die perfekte Wahl für die gleichmäßige Ausleuchtung des Raums.

Auch die beste Grundbeleuchtung kann einen Raum nicht ausreichend erhellen. In manchen Bereichen ist helleres Licht gefragt. Hinzu kommt, dass oft der eigene Körper einen Schatten auf die Flächen wirft, wo das meiste Licht erforderlich ist. Um hier für ausreichend Licht zu sorgen, ist eine zusätzliche Zonenbeleuchtung wichtig.

Die Akzentbeleuchtung dient eher dekorativen Zwecken. Sie rückt besondere Exponate in den Mittelpunkt. Auch die Sockelbeleuchtung gehört dazu, denn Sie verwandelt Möbel in Kunstobjekte.

Wirkung von Farbtemperaturen

Aus Gewohnheit bevorzugen die meisten Menschen warmes Licht (Farbtemperaturen unter 3.000 K), denn dies entspricht dem Glühlampenlicht. Doch dieses Licht ist nicht für alle Räume und nicht für jede Tageszeit die richtige Wahl.

Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) weist in seinem Blog auf die emotionale und biologische Wirkung von Licht hin. Niedrige Farbtemperaturen wirken gemütlich und entspannend, kaltes Licht, also hohe Farbtemperaturen von über 5.000 K, sind anregend. Der höhere Blauanteil unterdrückt die Ausschüttung von Melatonin. Daher wird der Organismus nicht müde bzw. wieder munter.

Wissenswertes zur Farbwiedergabe

Während Glühlampen immer ein volles Lichtspektrum aussenden, ist dies bei stromsparenden Lampen und Leuchten anders. Das weiße Licht besteht nicht aus der üblichen Mischung der Spektralfarben. Aus diesem Grund geben diese Lichtquellen Rot oft nur sehr blass wieder, während Blautöne kräftiger erscheinen. Der CRI bzw. Ra-Wert gibt an, wie gut das Licht Farben erkennen lässt.

Quelle: Roswitha Gladel

Für die übliche Beleuchtung reichen Ra-Werte von 70 bis 80 völlig aus. Wenn es aber darum geht, das Outfit zu beurteilen oder sich zu schminken, sollten besser Lichtquellen zum Einsatz kommen, die ein dem Sonnenlicht ähnliches Lichtspektrum aufweisen. Diese werden als Vollspektrum-LED angeboten.

LED Band richtig einsetzen

Obwohl ein LED Band die beste Option ist Räume zu beleuchten, verwenden es bisher nur wenige Menschen. Dies liegt unter anderem an den vielen minderwertigen Produkten, die es in Supermärkten und Baumärkten gibt. Nur qualitative hochwertige LED Strips eignen sich für die Beleuchtung. Sie müssen flickerfreies (flimmerfreies) Licht liefern und sollten einen Farbwiedergabe von über 80 aufweisen.

Ein anderer Grund, wieso das LED Band bisher selten zum Einsatz kommt, ist die notwendige Konfiguration. Die Bänder müssen auf die passende Länge gebracht werden. Dies bedeutet in der Regel auch das Anlöten der Zuleitungen. Manche Firmen bieten daher den Service an, LED Stripes in jeder gewünschten Länge zu liefern. Der Kunde kann über einen Konfigurator bequem das für ihn passende Band ordern.

Die meisten Menschen haben außerdem noch völlig falsche Vorstellungen vom LED Band. Sie gehen davon aus, dass diese Bänder einfach auf eine Wand geklebt werden. Tatsächlich sind Spezialprofile nötig, um die Wärme abzuleisten und um aus den wenig attraktiven Bändern moderne Leuchten oder Lichtleisten zu bauen.

Beleuchtung von Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmern

Für diese Räume ist eine Grund- und Zonenbeleuchtung mit warmen Licht empfehlenswert. Ideal sind indirekte Lichtlösungen mit LED Strips, um den Raum gleichmäßig in warmes Licht zu tauchen.

Im Wohnzimmer bieten sich zusätzliche Lichtakzente durch  schöne Leuchten an, die ebenfalls warmes Licht verbreiten.

In Schlaf- und Kinderzimmern sollte sich am Bett eine Lichtquelle befinden, die der Orientierung dient bzw. Lesen im Bett ermöglicht. Das Licht muss natürlich auch warm und gemütlich sein.

Am Schreibtisch im Kinderzimmer dagegen ist eine Leuchte sinnvoll, die kaltes Licht verbreitet. Es fördert die Konzentration. Aber Vorsicht, am Abend ist diese Leuchte tabu, denn ihr Licht verzögert das Einschlafen.

Extratipp: Beleuchtete Kleiderstangen im Schrank, die mit einem Vollspektrum-LED-Stripe bestückt sind.

Licht für Küche und Esszimmer

Die Räume nutzen die Bewohner üblicherweise am Morgen und am Abend, aus diesem Grund sollte es eine Grundbeleuchtung in warmweiß und in kaltweiß geben. Hier dient das warme Licht am Abend dem gemütlichen Ausklang des Tages mit Freunden oder spendet helles Licht beim Abendessen der Familie. Zum Frühstück erstrahlt der Raum dagegen sinnvollerweise in einem kühlen Licht. Es wirkt wie eine extra Tasse Kaffee am Morgen und macht richtig munter.

Draufsicht auf eine Küchenarbeitsplatte: Oben ohne Zusatzlicht unter den Oberschränken. Quelle: Roswitha Gladel

Die Arbeitsplatte in der Küche benötigt eine zusätzliche Beleuchtung. Sie wird meist von Oberschränken beschattet. Den verbleibenden Lichteinfall behindert der Oberköper, sobald man vor dem Arbeitsplatz steht. Die ideale Beleuchtung für diese Zone bieten Vollspektrum-LED-Streifen, denn nur in diesem Licht lassen sich Lebensmittel beurteilen.

Das Bad perfekt beleuchten

Dieser Raum ist in der Regel der erste, den Bewohner am Morgen betreten und der letzte, den sie am Abend nutzen. Aus diesem Grund ist die Farbtemperatur des Lichts extrem wichtig. Eine Grundbeleuchtung mit weißdynamischen LED Stripes ist ideal, denn sie ermöglichen am Morgen ein helles kühles Licht, das beim Erwachen unterstützt und am Abend ein angenehmes warmes gemütliches Licht.

Im Bereich des Spiegels ist eine sehr helle Beleuchtung mit Vollspektrum-Leuchten wünschenswert. Es hilft den Herren, die Bartstoppeln zu erkennen und den Damen beim Auflegen des Make-ups.

Sicheres Licht für Nebenräume und Flure

Hier sind clevere Steuerungen gefragt, auf die Lichtqualität kommt es weniger an. Das Licht sollte sich automatisch an- und ausschalten. Dies ist nicht nur praktisch, sondern auch sparsam. Nur zu oft brennt das Licht im Keller über Wochen, weil niemand bemerkt, dass es nicht ausgeschaltet wurde.

Mit diesen Tipps ist es leicht, jeden Raum professionell auszuleuchten.

Das könnte dich auch interessieren: