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Gaskamin gegen Holzkamin im Vergleich

Erfahre mehr über die Vor- und Nachteile von Gas- und Holzkaminen im direkten Vergleich. 

Kosten

Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum. Du willst natürlich wissen, wie tief du in die Tasche greifen musst. Egal ob Gas oder Holz, du solltest mit mindestens 1.500 € Anschaffungskosten rechnen. Nach oben hin ist viel Platz. Laut Daniel Wagner, Mitinhaber von Bentlage Kamine, ist ein Gaskamin jedoch bei der Anschaffung um etwa 30 Prozent teurer als ein Holzkamin. Des Weiteren kommen die Kosten für einen zusätzlichen Gasanschluss hinzu, sowie jährliche Wartungsarbeiten für die man laut Wagner 250 bis 300 Euro veranschlagen sollte.

Zwar ist der Holzkamin in der Anschaffung günstiger, langfristig gesehen entstehen durch das ständige Nachkaufen von Brennholz jedoch höhere Kosten. Da die Gaspreise für Privatabnehmer deutlich schwanken können, kannst du aktuelle Gaspreise über Verivox vergleichen. Wer also nicht selbst über ein Waldstück verfügt oder jemanden kennt, der günstig Holz liefern kann, wird auf lange Sicht mit dem Gaskamin günstiger wegkommen.

Optik 

Stylische Modelle gibt es sowohl bei den gasbetriebenen, als auch bei den klassisch mit Holz befeuerten Kaminen. Beim herkömmlichem Kaminofen wird das obligatorische Kaminrohr immer irgendwo im Hintergrund zu sehen sein. Zwar müssen auch beim Gaskamin die Abgase abgeleitet werden, hier sind jedoch elegantere Lösungen möglich.

Was die Optik des Feuers betrifft, so wird ein Gaskamin natürlich nie an die herrliche Lagerfeuerromantik hinreichen. Knistergeneratoren und automatisierter Funkenflug sorgen jedoch für ein gemütlich vor sich hinbrennendes Feuer, dessen Anblick sich auch nach mehreren Stunden nicht ändert. Beim Holzofen muss immer wieder nachgelegt werden, um das Feuer aufrechtzuerhalten.

Platz, Praktikabilität und Putzaufwand

Bei der Anschaffung des Ofens solltest du nicht nur die Grundrisse des Ofens mit einberechnen, bei einem Holzofen kommen noch Lagerflächen für das Holz oben drauf. Apropos Holz, dieses muss ständig nachgekauft werden und beim Stapeln fallen überall Späne hin.

Der Russ und die Asche fallen beim Öffnen der Tür gerne mal auf den Boden, von wo aus man sie mit den Socken verteilt. Das Sichtfenster schwärzt mit der Zeit ein und muss regelmäßig geputzt werden.

Hinzu kommt, dass ein Holzofen nicht direkt reguliert werden kann. Hast du zu viel Holz eingelegt, kann die Hitze unerträglich werden. Einen Gaskamin kannst du bequem per Fernbedienung steuern und regulieren. 

Wie oft der Schornsteinfeger kommen muss, erfährst du auf der Seite des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks. 

Fazit

Grundsätzlich solltest du die Entscheidung auch abhängig von deiner Wohnlage machen. In der Innenstadt das frische Holz jedes Mal in den vierten Stock zu befördern wird mit der Zeit lästig, ganz zu schweigen vom Einkauf.

Auf dem Land dagegen, wenn du ohnehin jemanden kennst, der dir günstig Holz verkauft und du ausreichend Lagerfläche für das Holz besitzt, sieht die Sache schon ganz anders aus.

Selbst Holz zu schlagen, das Feuer zu entzünden und ihm beim Runterbrennen zusehen hat in sich etwas Schönes. Darauf wirst du bei einem Gaskamin verzichten müssen. Dafür hast du weniger Kosten und Putzaufwand.